Rotweinwanderweg

Rotweinwanderweg

 

Liebe Wander- und (Rot)Weinfreunde,

seit 1990 verbindet der Fränkische Rotweinwanderweg (FRW) die Weinlagen
in Churfranken.
Auf rund 70 km Länge führt er in sechs Etappen von Großostheim im Norden bis nach Bürgstadt
im Süden. Zwischen dem Naturpark Bergstraße/Odenwald und dem Naturpark Spessart lassen sich
die wunderbar gelegenen Weinberge, die reizvolle Umgebung des Maintals und die kulturhistorisch
interessanten Orte entlang des Limes erkunden.

»Damit die Wanderer auch nach drei Schoppen noch den Weg finden, war es wichtig, den FRW
gut auszuschildern«, erinnert sich Willi Stritzinger vom gleichnamigen Bio-Weingut in Klingenberg.
Im Bayerischen Rundfunk hörte er 1990 eine Reportage über Südtiroler Weinorte. Dieser Bericht
lieferte ihm die Idee – der FRW war geboren. Mit einem Rotweinglas als Logo auf den Hinweisschildern
kann man den Weg tatsächlich kaum verfehlen.

Die Weinkultur ist allgegenwärtig. Typische Häckerwirtschaften, in denen die Winzer ihre eigenen
Weine und regionale kulinarische Köstlichkeiten anbieten, gehören zum churfränkischen Lebensgefühl
unverzichtbar dazu.

Der FRW ist ein echter Erlebnis- und Genusswanderweg. Der abwechslungsreiche Streckenverlauf führt
in die charakteristischen Steilterrassen aus alten Sandsteinmauern durch Weinberge und Wälder,
über Wiesen, Höhen und Täler. Immer wieder bietet die Strecke faszinierende Ein- und Ausblicke
in eine schützenswerte Kulturlandschaft.

Wer Churfranken und das liebliche Maintal näher kennenlernen möchte, sollte sich auf den Weg begeben.
Das Motto lautet: "Leben Sie langsam".

In seiner neuen Multivisionsshow berichtet Michael Murza live und fesselnd über diesen faszinierenden Kulturweg.

Premiere am 24. Oktober im Bürgerzentrum Elsenfeld
(hier geht's zur Kartenvorbestellung)

 
  Marktplatz in Großostheim Der Marktplatz in Großostheim mit seiner schmucken Pfarrkirche St. Peter und Paul sowie dem Nöthigsgut mit dem Bachgaumuseum ist der nördlichste Punkt auf dem Fränkischen Rotweinwanderweg. Von 1988 bis 1992 diente das Nöthigsgut als Filmkulisse: 52 Folgen der Fernsehserie „Mit Leib und Seele“ mit Günter Strack in der Hauptrolle wurden hier gedreht.  
  Weinberge in Großostheim Gästeführer Hartmut Hasenkopf (links) nimmt seine Gäste mit auf eine spannende Tour durch die Großostheimer Weinberge. Dabei vermittelt er viel Sehens- und Wissenswertes. In der Weinanlage "Harstell" hat er in Eigenregie einen wunderbaren Rastplatz geschaffen, der die Wanderer zum Picknick einlädt. Natürlich befinden sich in seinem Rucksack auch stilvolle Gläser und ein passender Rotwein.  
  Nach einem steilen Anstieg oberhalb der Großostheimer Weinanlage "Reischklinge" erreicht man an einer Lichtung am Waldrand die sogenannte "Friedensbank". Von dort aus hat man einen tollen Ausblick auf Großostheim, Aschaffenburg, Mainaschaff und Stockstadt.  
  Großostheim Der Fränkische Rotweinwanderweg ist ein echter Erlebnis- und Genusswanderweg. Der abwechslungsreiche Streckenverlauf führt über landwirtschaftliche Flurwege, durch Weinberge und Wälder, über Wiesen, Höhen und Täler. Immer wieder bietet die Strecke faszinierende Ein- und Ausblicke in eine schützenswerte Kulturlandschaft.  
  Wengertschütz Erich Becker "bewacht" den Erlenbacher Hochberg. Ein Wengertschütz hatte früher die Aufgabe, mit einer Ratsche oder Schreckschusspistole die Vögel und Diebe jeglicher Art im Weinberg zu verscheuchen. Auf die Frage, warum der Wengertschütz wurde, antwortete er: "Weinprinzessin war für mich nie eine Option."  
  30 Jahre "Fränkischer Rotweinwanderweg". Immer dem Rotweinglas folgen: 6 Etappen und insgesamt 78 Kilometer. Von Großostheim nach Bürgstadt.
Vor 30 Jahren (1990) wurde er ins Leben gerufen. "Geburtshelfer" war damals Willi Stritzinger vom gleichnamigen Bioweingut in Klingenberg.
"Eine der größten Herausforderungen war es, den Weg so gut auszuschildern, dass die Wanderer auch nach dem 3. Schoppen noch den Weg finden", sagt der heute 80-Jährige und lacht.
 
  Der Erlenbacher Hochberg bietet den Wanderern immer wieder grandiose Ausblicke auf das Maintal.  
  Churfrankensteig Der Rotweinwanderweg bietet auch recht anspruchsvolle Abschnitte wie beispielsweise der Churfrankensteig. Hierbei handelt es sich um einen parallel zum regulären Wanderweg verlaufenden Weg mit Kletterpassagen. Im Bereich eines alten Steinbruchs zwischen Erlenbach und Klingenberg wurde eine Klettermöglichkeit entlang eines Felsbandes in horizontaler Ausrichtung geschaffen. Sicherungsmöglichkeit ist durch ein Stahlseil gegeben.  
  Rastplatz im Erlenbacher Hochberg Charakteristisch für die Weinberge in Churfranken sind die Steilterrassen aus alten Sandsteinmauern. Idyllische Rastplätze mit toller Aussicht findet man im Erlenbacher Hochberg zwischen Spätburgunder und Portugieser.  
  Auf der 2. Etappe, bei Kilometer 30,2 ab Start, öffnet sich oberhalb von Obernburg, am Pfaffenberg, der Blick auf die andere Mainseite, hinüber nach Kleinwallstadt, Elsenfeld und Rück. Die Rücker Weinberge auf der nächsten Etappe scheinen noch in unendliche Ferne zu liegen, so dass eine Pause und Übernachtung in Obernburg nicht die schlechteste Idee ist.  
  Gemütliche Weinlauben und Häckerwirtschaften laden zum Verweilen ein. Hier bei Wanderführer Hans Färber in seiner Weinlaube am Schneckenrain in der Gemarkung Großwallstadt.  
  Der Weg führt uns direkt am "Blauen Wunder" vorbei, die Mainbrücke zwischen Niedernberg und Sulzbach.
„Was Gott durch Flüsse getrennt hat, soll der Mensch nicht durch Brücken verbinden", so argumentieren die Kritiker des Brückenbaus. Für die allermeisten Anrainer dürfte die Roland-Schwing-Brücke aber eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur darstellen.
 
  Churfrankensteig Der Erlenbacher Winzer Reinhold Hillerich überprüft mit seinem Refraktometer die Oechslegrade seines Spätburgunders. Die Steilterrassen oberhalb des Mains bei Erlenbach und Klingenberg sind nur sehr mühevoll zu bewirtschaften. Hier zählt Idealismus und viel Handarbeit.  
  Wanderer auf dem Hochberg von Erlenbach nach Klingenberg. Diese Etappe ist mit nur 4,1 km die kürzeste. Somit bieten sich genügend Gelegenheiten, die einmalige Aussicht auf das Maintal zu genießen und den Wein bei den ansässigen Winzern zu verkosten.  
  Kloster Himmelthal Auf der 3. Etappe führt der Rotweinwanderweg direkt durch das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Himmelthal. Die Gründung im Jahr 1232 geht zurück auf die Grafen von Rieneck. 1234 bekam das Kloster die päpstliche Anerkennung und unterstand rechtlich dem Erzbischof von Mainz.  
 

Schätze im Kloster Himmelthal.

Als "majestätisches Werk" bezeichnete 1839 der Pfarrer von Elsenfeld die berühmte Orgel aus der Marktheidenfelder Orgelbauwerkstatt Johann Conrad Wehr. Beeindruckend sind auch die vielen Fresken und Malereien, die u.a. dem Maler Mathiowitz und seinen Gesellen zugeordnet werden können.

 
  Eines der schönsten Weinfeste am Rotweinwanderweg findet alljährlich am 1. Wochenende im August im Innenhof des Klosters Himmelthal statt. Leider nicht im Corona-Jahr 2020.

 
  Nach rund 40 km, auf der 3. Etappe, erreicht man den Weinort Rück. In der Weinstube des ehemaligen Zisterzienserinnen Klosters Himmelthal bietet der Weinbauverein Rück jeden zweiten Sonntag selbst ausgebaute Weine an. Ein lohnenswertes Ziel.  
  Häckerwirtschaft In den typischen Häckerwirtschaften kann man gut und günstig essen. Die Winzerbetriebe bieten neben ihren eigenen Weinen auch leckere regionale und saionale Gerichte an. Viele Häckerwirtschaften haben nur zwei bis drei Wochen im Jahr geöffnet. Der Häckerkalender in Churfranken verrät, wo man gerade einkehren kann.  
  Weinlese im Weinberg Pitztal. Nein, das liegt nicht in Tirol, sondern gehört zur Gemarkung Großwallstadt. In dem knapp 7 Hektar großen Weinberg werden überwiegend Spätburgunder, Riesling und Silvaner angebaut.  
  So ein bisschen sieht es aus wie in einer Giftküche. Aber keine Sorge, der Winzer Klaus Giegerich benutzt lediglich Trockeneis (Kohlenstoffdioxid), um den Gährungsprozess bei der Rotweinmaische im richtigen Moment abzustoppen.  
  Die Wein-Genuss-Tage im "Alten Gewürzamt" bei Ingo Holland in Klingenberg sind ein kullinarisches Highlight. Gourmets bekommen hier Spitzenweine aus der Region und werden von namhaften Sterneköchen verwöhnt. Von der Terrasse der Event-Location blickt man direkt auf den Rotweinwanderweg.  
  Landrat Jens Marco Scherf (rechts) begrüßt auf dem Weinberghüttenfest in Großwallstadt die Weinprinzessinnen und "Königliche Hoheiten".  
  Besonders groß sind die Freizeitmöglichkeiten entlang des Fränkischen Rotweinwanderwegs: Wälder, Wiesen, Weinberge, Flüsse und Seen wechseln einander ab. Hier der Silbersee bei Niedernberg.  
  Der Rotweinwanderweg führt auch durch große Buchen- und Eichenwälder im Naturpark Spessart und Naturpark Odenwald.  
  Anja Stritzinger Anja Stritzinger vom gleichnamigen Bioweingut in Klingenberg hat durch Zufall vor ein paar Jahren in ihrem Weinberg einen wahren Schatz entdeckt: historische Rebsorten, die teilweise gar nicht mehr bekannt waren, wucherten zwischen den Sandsteinmauern. Beispielsweise der Schwarzurban. Heute kommen Wissenschaftler zu ihr, untersuchen die Gehölze, um diese evtl. wieder zu rekultivieren.  
  Klingenberg Klingenberg am Main mit Blick auf die Rebanlagen am Schlossberg und Hochberg sowie auf die historische Clingenburg. Die mittelalterlich anmutende Stadtsilhouette mit den liebevoll hergerichteten Fachwerkhäusern, den engen, verwinkelten Kopfsteinpflastergassen zieht so manchen Besucher in den Bann dieser Stadt.  
  Auf dem Engelberg, dem südlichsten Ausläufer des Spessarts, liegt schon von weitem sichtbar das Franziskaner Kloster Engelberg. Von der Ortschaft Großheubach aus führen 612 steinerne Stufen, die sogenannten „Engelsstaffeln“, hinauf zum Gotteshaus. Gegründet von den Kapuzinern übernahmen 1828 die Franziskaner der Bayerischen Provinz auf Anordnung König Ludwigs I. Kloster und Wallfahrtsseelsorge auf dem Engelberg.  
  Miltenberg Die Stadt Miltenberg ist eine wahre Perle am Main und beliebtes Ziel der Flusskreuzfahrer. Besonders reizvoll ist die historische Altstadt mit dem Gasthaus "Zum Riesen". Das älteste Gasthaus Deutschlands stammt aus dem 12. Jhd. und beherbergte schon gekrönte Häupter. Rechts im Hintergrund ist bereits das Ziel der Wanderung zu erkennen, der beschauliche Weinort Bürgstadt.  
  Weingut Helmstetter Das Weingut Helmstetter in Bürgstadt markiert den Endpunkt der 78 km langen Wanderung von Großostheim nach Bürgstadt. Ein erlebnisreicher und lohnenswerter Weg liegt hinter uns. In der modernen Häckerwirtschaft gibt es leckere fränkische Speisen und hervorragende Weine. Auf dem Anwesen kann man zudem stilvoll im familiengeführen Main-Vinotel übernachten.  
  Weinanlage Centgrafenberg Idyllische Winzerhütten im Centgrafenberg laden zum Verweilen und Verkosten der Bürgstadter Weine ein. Regelmäßig werden hier auch Weinerlebnistouren angeboten. Zünftige Vesperteller und das Beste aus den Weinkellern warten auf die interessierten Teilnehmer.  
  Paul und Sebastian Fürst Vater und Sohn, zwei Winzergenerationen vereinen Tradition und Innovation. Paul und Sebastian Fürst vom gleichnamigen Weingut Fürst in Bürgstadt gehören zu den renommiertesten Winzern in Deutschland. Höchste Auszeichnungen haben sie auf internationalem Parkett für ihre großen Bürgstadter Weine erzielt. Den beiden ist es zu verdanken, dass der Centgrafenberg in Bürgstadt allen Weinkennern in Deutschland und darüber hinaus ein Begriff ist.  
  Helene Hench Weinkenner und Weinkonsumer werden nicht nur qualitätsbewusster, sondern auch umweltbewusster. Ökologischer Weinanbau spielt deshalb eine immer wichtiger werdende Rolle. Helene Hench vom Bioweingut Hench in Bürgstadt erklärt, was ein mit Quarzen und Kuhmist gefülltes Kuhhorn im Weinberg zu suchen hat. Zertifizierte Bioweingüter in Churfranken gibt es aktuell drei: Weingut Stritzinger, Klingenberg; Weingut Gunther, Großwallstadt und Weingut Hench, Bürgstadt. Das Weingut Hench ist bislang der einzige Produzent von biodynamischen Weinen in Churfranken.  
  Mildenburg Die Mildenburg diente im 12. Jahrhundert den Mainzer Erzbischöfen als östliche Grenzsicherung. Sie thront direkt über der historischen Altstadt von Miltenberg. Die Mildenburg ist übrigens Namensgeber der Stadt Miltenberg.  
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