Woher rührt dieses erstaunliche Interesse an dem »wiederentdeckten« Jakobsweg?

Ist es der Wunsch, getreu einer fernöstlichen Weisheit »Der Weg ist das Ziel«, ganz persönliche Wegerfahrungen zu machen, die an körperliche und geistige Grenzen führen? Verdankt die Anziehungskraft des Jakobsweges einem wachsenden Bedürfnis, kulturellen, historischen oder religiösen Wurzeln auf die Spur zu kommen und sich letztlich selbst neu zu orientieren? Oder ist es die sportliche Herausforderung, der Reiz des Fremden, das große Abenteuer, weshalb sich Menschen in so großer Zahl auf eine Pilgerreise begeben?

Auf der Suche nach einer Antwort habe ich mich auf den berühmtesten Wanderweg Europas begeben. Spannende, unglaubliche Geschichten wurden mir erzählt, als ich die Pilger auf dem Jakobsweg nach den Gründen ihrer Pilgerfahrt befragt habe.

Ausgangspunkt meines Caminos war das kleine Pilgerstädtchen St.-Jean-Pied-de-Port am Fuße der Pyrenäen. Entlang alter Römerstraßen führt der »Camino Francés« von dort aus ca. 800 km durch eine kulturell wie landschaftlich überaus reizvolle Gegend. Grandiose Bergpanoramen wechseln sich mit lieblichen Weinanbaugebieten im Navarra oder Rioja ab. Zwischendrin die karge Hochebene der Meseta oder fruchtbare Flusstäler in Galicien. Der Weg geht aber auch mitten durch pulsierende Städte wie Pamplona, Burgos, León, Astorga und nicht zuletzt Santiago de Compostela, wo der Legende nach die Gebeine des Apostels Jakobus bestattet sind.

Von meinen Begegnungen und Erfahrungen am Jakobsweg werde ich in meiner Multivision berichten.

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